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Die Bayerische Schlösserverwaltung betreut im Norden von München neben der Schlossanlage Schleißheim auch das Schloss und den Hofgarten Dachau.

Schloss und Hofgarten Dachau

 

 

Bild: Schloss Dachau, Gartenfassade

Schloss Dachau, Gartenfassade

Schloss Dachau steht auf einer Anhöhe über der Amper, auf der schon früh eine Burg errichtet worden war; diese ging im späten 12. Jahrhundert von den Dachauer Grafen an das Haus Wittelsbach über.

Im 16. Jahrhundert wurde Dachau der bevorzugte Landsitz des Münchner Hofes. Zum einen war das Schloss von München aus bequem erreichbar, zum anderen schätzte man die Höhenlage mit freiem Blick über das Land bis hin zur Alpenkette. Unter Herzog Wilhelm IV. (reg. 1508 bis 1550) und Herzog Albrecht V. (reg. 1550 bis 1579) wurde der Bau ab 1546 zu einem mächtigen, aus vier Flügeln bestehenden Schlosskomplex ausgebaut.

 

Bild: Schloss Dachau, Festsaal

Schloss Dachau, Festsaal

Zwischen die bestehenden Flügel fügte man den bis heute erhaltenen Festsaaltrakt ein. Die Ausstattung des Saals fand ihren Höhepunkt in der Kassettendecke, die der Münchner Kistler Hans Wisreutter in den Jahren 1564 bis 1566 schuf. Diese Renaissance-Holzdecke zählt zu den bedeutendsten Schöpfungen dieser Art in Süddeutschland.

Zur gleichen Zeit ließ Herzog Albrecht als Wandschmuck von Michel de Bos in Antwerpen eine gewirkte Bildteppichserie anfertigen, welche die Taten des Herkules zeigte.

Die erste einschneidende Änderung des Festsaals erfolgte um 1610. Damals wurden die Gobelins in die Münchner Residenz gebracht. An die Stelle der Wandteppiche trat eine umfangreiche Portraitgalerie des bayerischen Herrscherhauses und der Verwandten.

 

Bild: Laubengang im Hofgarten Dachau

Lindenlaubengang

In den Jahren 1806 bis 1809 wurde das Schloss zu Dreivierteln abgebrochen. Nur der barockisierte Saaltrakt blieb erhalten und wurde nun als Lagerhaus verwendet. So war es ein Akt der Denkmalpflege, als die hölzerne Saaldecke 1868 in das neu gegründete Bayerische Nationalmuseum überführt und damit gerettet wurde. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bestand die Absicht, die Decke wieder zurückzubringen; im März 1979 konnte die wieder eingebaute Holzdecke schließlich der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Im Dachauer Hofgarten zeugen alte Gartenmauern, ein beinahe 280-jähriger Lindenlaubengang, ein Obstgarten und ein kleines, ehemals mit vielerlei Spielereien ausstaffiertes Wäldchen von den verschiedenen Epochen der Gartenkunst.

 

Bild: Hofgarten Dachau

Hofgarten Dachau

Seit dem 16. Jahrhundert wurde der Garten immer wieder verändert; vom mauerumgrenzten Renaissancegarten mit seinen quadratischen Blumen- und Gemüsebeeten zum barocken, mit Buchsornamenten stilisierten Broderieparterre, das König Max Joseph I. zu Beginn des 19. Jahrhunderts schließlich zum heutigen Obstgarten umwandeln ließ.

Einen besonderen Reiz bietet der Dachauer Schlossgarten nicht zuletzt durch seine Lage auf einem Höhenrücken am Rande des tertiären Hügellandes.


Virtueller Rundgang

Erleben Sie das Schloss und den Hofgarten Dachau aus einer ganz neuen Perspektive. Qualitativ hochwertige 360 Grad-Aufnahmen bieten einen phantastischen Einblick in und um das Schloss. Klicken Sie bitte auf das Bild, um die Tour zu starten.

Bild: Hofgarten Dachau

Die Panoramen bzw. die zu ladenden Bilder sind recht groß. Das Laden dauert daher etwas länger. Bitte haben Sie Geduld – diese wird belohnt werden! Der Rundgang wird in einem separaten Fenster geöffnet und wurde von Josef Spitzlberger, Oberschleißheim erstellt.

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