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Neues Schloss Schleißheim

Große Galerie

 

Bild: Große Galerie

Die Große Galerie bildet den Abschluss der beeindruckenden Raumfolge von großen Sälen und Festräumen. Der 57 m lange Raum hat in der Konzeption als Bildergalerie die berühmte Grande Galérie im Pariser Louvre, dem einstigen französischen Königspalast, zum Vorbild.

Von der Galerie aus erschließen sich die beiden wichtigsten Appartements – nach Süden das des Kurfürsten, nach Norden das der Kurfürstin. Da alle Haupttüren der beiden Appartements in einer Flucht, einer sogenannten "enfilade" angelegt sind, ergibt sich bei geöffneten Türen ein Blick durch die Räume von 160 Metern Länge.

Die Große Galerie öffnen sich in elf hohen Fenstertüren zum Garten hin. In die Fensterleibungen hat Johann Paul Waxschlunger Grotesken mit Vögeln, Früchten und Seemotiven gemalt, an der Decke finden sich Groteskenmalereien von Nikolaus Gottfried Stuber. Die auf Goldgrund gemalten farbigen Szenen der Decke gehen auf Jacopo Amigoni zurück.

 

Bild: Glaslüster, Detail

Glaslüster, Detail

Fünf kostbare, rund 1,70 Meter hohe, böhmische Glaslüster des Rokoko und sechs geschnitzte Konsoltische aus der Zeit Max Emanuels vervollkommnen den prächtigen Gesamteindruck. Die Lüster gehören seit der Mitte des 18. Jahrhunderts, als Kurfürst Max III. Joseph sie in Wien erwarb, zur Ausstattung der Großen Galerie.

Damals galten Kronleuchter mit reichem Glasbehang als größter Luxus. Sie waren ausschließlich den Festsälen vorbehalten und wurden nur bei besonderen Anlässen entzündet. Die um 1750 entstandenen Schleißheimer Lüster sind besonders frühe und besonders prächtige Beispiele ihrer Art.

Die Wände der Großen Galerie zierten einst Prunkstücke der von Max Emanuel in Brüssel erworbenen kostbaren Gemäldesammlung in vergoldeten geschnitzten Rahmen. Heute hängen hier bedeutende Werke flämischer und italienischer Meister aus dem Bestand der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München, darunter Werke von Peter Paul Rubens.

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